Photomontage. Quellen l2a.ch, Google Earth

IG Pro Brach Fuchsbühl

Gemeinsam stark gegen die grösste geplante SBB-Abstellanlage des Kantons Zürich – Für den Erhalt von Natur, Kulturland und Landschaft.

Für eine nachhaltige Alternative auf vorbelastetem Boden.

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Die öffentliche Anhörung ist seit dem 31. März vorbei

Es können leider keine Einwendungen mehr eingereicht werden. Aber es gingen sehr viele beim Kanton ein.

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WIE GEHT'S NUN WEITER?

 

Über den Sommer werden die Einwand-Schreiben vom Kanton zu einem Bericht verfasst.

Ab Herbst 2021 befasst sich die zuständige Kommission des Kantonsrats damit.

Erst im Herbst 2022 wird es zur Abstimmung im Kantonsrat kommen.

Es wird vorerst also ruhig - aber wir bleiben dran.

«Wir haben unser Leben lang für dieses fruchtbare Land gearbeitet. Dass so eine Natur und Landschaft zerstört werden soll, ist nicht begreiflich»

«Der Kanton hat mir eine Scheune bewilligt. Wegen der SBB-Anlage stünde sie zu einem Viertel leer. Das Futterland für die Tiere würde fehlen»

«Hier würden Lebensmittelgrundlagen für die Bevölkerung verloren gehen. Wenn die Anlage kommt, müssten wir unseren Landwirtschaftsbetrieb aufgeben.»

Christian Albrecht

Hans-Rudolf & Sigrid Maurer

Claudia & Beat Albrecht

Würde durch die Gleisanlage ca. 60'000m² Landwirtschaftsfläche verlieren (Eigenland plus Pachtland von Maurer)

SBB-Anlage würde 45'000m² ihres Landes beanspruchen

Milchproduzenten mit betroffenem Land im Fuchsbühl

Verlust von 80 000m² Kulturland!

  • Anlage auf 80 000 m² (20 Fussballfelder)

  • 10 Abstellgleise (4.4 km Gesamtlänge)

  • Service-Halle à 150 m Länge

  • Reinigungs- und Entsorgungsanlage

  • 24-Stundenbetrieb (Lärm, Licht, Feinstaub)

  • 4 Jahre Bauzeit

  • Rangierverkehr und Leerfahrten durch die geschützte Moorlandschaft

Die geplante Bahnanlage

Termine

Ende März 2021: Ende der öffentlichen Anhörung

Herbst 2021: Überweisung an Kommission im Kantonsrat

Frühestens Herbst 2022: Richtplan-Debatte/Entscheid im Kantonsrat

Quelle: ZVV Netzentwicklung Region Ost, August 2020

Verschandelung von Naherholungsgebiet

Zerstörung von Natur und Landschaft

Mehrverkehr durch die Moorschutzzone

Der Standort ist ungeeignet!

  • 80 000m² Landwirtschaftsland

  • 60 000m² Fruchtfolgefläche

  • 4 600m² Gewässerschutzzone

  • Wildtierwechsel- und Korridore

  • 1 750m² Heckenlandschaft

  • Existenzgrundlage von drei Landwirten

  • Lebensraum für über 200 Menschen (Züriwerk) und für diverse geschützte Tierarten

  • Enorme Mehrbelastung der Moorschutzzone im Bundesinventar

Aktueller Projektstand

Das Projekt soll mit der Teilrevision 2020 in den kantonalen Richtplan eingetragen werden. Seit 31. März 2021 ist die öffentliche Anhörung zu Ende.

Die Einwände, die die Bevölkerung und Organisationen eingereicht haben, werden gesammelt, geprüft und im Herbst einer vorberatenden Kommission des Kantonsrats überreicht. Frühestens im Herbst 2022 wird der Gesamtkantonsrat entscheiden, ob das Projekt eingetragen wird und an dem Standort weiterverfolgt werden kann. Baustart wäre 2027 geplant, die Bauzeit beträgt  4 Jahre.

Für die IG ist klar: Solche Anlagen gehören auf versiegelten/vorbelasteten Boden!

Die geplante Anlage würde nicht nur das idyllische Landschaftsbild verschandeln, sie würde auch 8 Hektaren Kulturland, davon 6 Hektaren Fruchtfolgefläche, zunichte machen. Darunter wertvolles biologisch-dynamisch bewirtschaftetes Obst & Gemüsebauland, 110 gesunde Hochstammbäume (geschützt als kommunaler Hochstammobstgarten), 7 alte Eichen, Weide und Futtergrundlage für Kühe & Pferde sowie über 1750m² ausgedehnte Heckenlandschaft. Letztere ist ein intaktes Saumbiotop und bietet den Rehen, die in diesem Wildwechselgebiet durchziehen, Schutz. Auch seltene Vögel wie der Neuntöter und der Gartenrotschwanz wurden als Gäste gesichtet. Wildbienen und viele geschützte Tierarten wie Fledermäuse, Mauswiesel, Zauneidechsen und Ringelnattern würden ihren Lebensraum verlieren.

All das soll Stahl und Beton weichen – für einen gigantisch dimensionierten Bau, mit Tag- und Nacht-Betrieb mit Lärm- Licht- und Feinstaub-Emissionen. Eine zusätzliche Belastung für die Natur und für die über 200 AnwohnerInnen, darunter die Menschen mit Beeinträchtigung, die im Züriwerk leben sowie junge Familien mit Kindern.

Ähnliche Anlagen

SBB Serviceanlage Herdern, Quelle: eberhard.ch

SBB Rangierbahnhof Limmattal, Quelle: SRF

SBB Unterhaltsanlage Oberwinterthur, Quelle: cgateam.ch

Ziel der IG Pro Brach Fuchsbühl

Das Ziel der IG Brach Fuchsbühl ist es, die geplante Abstell- und Serviceanlage der SBB abzuwenden. Diese würde Natur und Lebensgrundlagen für Menschen und Tiere für immer zerstören. Für künftige Bahnanlagen darf auf keinen Fall noch mehr Kulturland, Fruchtfolgeflächen und geschützter Boden geopfert werden. Dies wäre besonders störend, da die SBB in der Stadt viele bestehende Gleisanlagen abreissen wollen. Dort sollen lukrative Geschäfts- und Wohnbauten entstehen. Als Ersatz wollen die SBB Landwirtschaftsland beanspruchen und Bauern enteignen. Die SBB haben gemäss eigenen Aussagen für die vorliegenden Abstellgleise keinerlei Standorte in Erwägung gezogen, die auf bereits versiegeltem Boden liegen (teurer).

Wir fordern intelligente Lösungen im Sinne der Nachhaltigkeit, statt die vorliegende billigste Variante auf Kosten von Natur und Bevölkerung durchzuzwängen.

Bilder der Weiler Brach & Fuchsbühl

Kontakt:

Nicole Fritschi 079 308 19 29

(Koordination/Medien/Webseite)

brach-fuchsbuehl@outlook.com

Spendenkonto-IBAN: CH85 0900 0000 1562 9762 6

IG Pro Brach Fuchsbühl, Brachstrasse 6, 8608 Bubikon