Interessengemeinschaft

Pro Brach Fuchsbühl

Gemeinsam stark für Natur & Lebensraum in Bubikon ohne die geplante Abstell- und Serviceanlage der SBB

Noch mehr Kulturland zerstören für Abstellgleise und Zug-Waschstrasse?

  • Überbauung von 80'000m² Land (20 Fussballfelder)

  • 10 Abstellgleise (4.4km Gesamtlänge)

  • 5-gleisige Service-Halle (150m lang)

  • Voraufstellgleise

  • Reinigungs- & Entsorgungsanlage

Beispielhafte Darstellung: Luftbild Brach & Fuchsbühl, Fotomontage mit ähnlichen Projektbildern (Google Earth)

Das geplante Bahn-Projekt

Quelle: ZVV Netzentwicklung Region Ost, August 2020

Das Ausbauprojekt der S-Bahn ist bereits vom Bund bewilligt und die Eingabe im kantonalen Richtplan (Teilrevision 2020) ist erfolgt. Nun findet bis Ende März 2021 die Anhörung & öffentliche Auflage statt, wo jede*r Bürger*in (online) eine Eingabe machen kann. Danach wird die Vorlage an den Kantonsrat überwiesen, welcher die Änderungen im Richtplan absegnen muss. Danach gibt es kaum mehr Möglichkeiten, die Überbauung zu verhindern. Baustart ist 2027 geplant.

 

Die geplante Überbauung von einer Gesamtlänge von 4.4 km würde nicht nur das idyllische Landschaftbild der Gemeinde Bubikon verschandeln, sie würde auch 8 Hektaren Kulturland und Fruchtfolgefläche zunichte machen. Darunter wertvolles biologisch-dynamisch bewirtschaftetes Obst & Gemüsebauland, 110 gesunde Hochstammbäume (geschützt als kommunaler Hochstammobstgarten Qualitätsstufe 2), 7 alte Eichen, Weide und Futtergrundlage für Kühe & Pferde sowie über 1750m² Hecke mit lokalen Ökotypen und fruchttragenden Wildobstsorten (Raritäten). Zudem bilden die Hecke und der südliche Teil des Areals ein intaktes Wildwechselgebiet, wo Rehe ständig durchziehen und Ruhe finden. Auch Neuntöter und Gartenrotschwänze werden regelmässig als Gäste gesehen. Wildbienen, Ringelnattern, Fledermäuse, die seltenen Gelbbauchunken würden ihren Lebensraum verlieren. Sie müssten Stahl und Beton weichen – für einen gigantisch dimensionierten Bau mit 24-Stundenbetrieb mit Lärm- Licht- und Abwasseremissionen. Eine zusätzliche Belastung für die Natur und für die Anwohner, darunter Menschen mit Beeinträchtigung und Kinder.

SBB Serviceanlage Biel, Quelle: l2a.ch

SBB Unterhaltsanlage Oberwinterthur, Quelle: cgateam.ch

Ähnliche Anlagen

Ziel der IG Pro Brach Fuchsbühl

Das Ziel der IG Brach Fuchsbühl ist es, die geplante Abstell- und Serviceanlage der SBB am Standort Bubikon abzuwenden. Wir sind überzeugt, dass es eine Projekt-Alternative gibt, bei der weniger Lebensgrundlagen für Mensch und Tier verloren gehen. Wir möchten erwirken, dass die Verantwortlichen über die Bücher gehen und für diesen Zweck kein Kulturland zerstören – dass die SBB als zweitgrösster Grundbesitzer der Schweiz bereits vorhandenene überbaute, unfruchtbare Flächen effizienter nutzt.

Dafür tut sich die IG mit Natur-, Umwelt- und Landschaftsschutzorganisation sowie mit der Politik zusammen. Wir möchten zudem die Bevölkerung informieren, dass solche Projekte wertvolle Ökosysteme unwiederbringlich vernichten. Dies wäre vielleicht der einfachste Weg für die Bundesbahnen, aber definitiv nicht der beste.

 

Nur gemeinsam mit öffentlicher, politischer sowie professioneller rechtlicher Unterstützung können wir das Ziel erreichen. Um als private Gruppe anfallende Anwaltskosten und Aufwendungen für Aktionen zu stemmen, sind wir für jeden zusätzlichen Beitrag durch Spenden unheimlich dankbar.

Die IG

Die IG Pro Brach Fuchsbühl besteht in der Kerngruppe aus den betroffenen Landbesitzern/Anwohnern Hansrudolf Maurer, Annemarie Frey, Jürg Raths & Christian Albrecht (wirtschaftlich berechtigt). Weitere unmittelbar betroffene AnwohnerInnen unterstützen die IG bei Ihren Aktionen und sind unten aufgeführt.

Hansruedi & Sigrid Maurer

Pensionierte Landwirte mit betroffenem Hof & Land in der Brach

«Wir haben stets mit und für dieses Land gelebt, es ist unser einziges Zuhause. Dass solche Natur freiwillig zerstört werden soll, ist nicht begreiflich.»

Jürg Raths & Cindy Grütter

Intuitiv regenerativer Landwirt / Naturpädagoge

Bio-Beeren & Obst Brachland

«Jetzt gilt es genau hinzuschauen: Wer durchdenkt umfassend die Folgen weitreichender Beschlüsse für Natur und Gesellschaft?»

«16 Jahre ideologischer Existenzaufbau - stets im Dienste der Natur in ihrer Gesamtheit - würden zunichte gemacht!»

Christian Albrecht

Landwirt Milchwirtschaft & Pferdepension mit betroffenem Land im Fuchsbühl

Annemarie, Reto & Max Frey

Betroffene Anwohner-Familie mit 2 Kindern in der Brach

«Wir alle erleben eindrücklich, wie gut Homeoffice funktioniert. Orts-unabhängiges Arbeiten wird sich etablieren. Darum ist es jetzt nicht der richtige Zeitpunkt, um die Kapazität der Züge zu erhöhen.»

«Der Betrieb der Anlage verursacht Industrielärm während 24 Std. pro Tag. Der Standort in unmittelbarer Nähe zur Wohnzone, in der Kinder und alte Menschen leben, und einer Einrichtung für Menschen mit Beeinträchtigung ist nicht geeignet.

«Ich  habe für die Tiere eine neue Scheune geplant und sie ist bereits bewilligt. Wegen der Bahn-Anlage müsste ich meinen Betrieb jedoch massiv dezimieren»

Ale & Astrid Mambelli

Anwohner-Familie mit 2 Kindern in der Brach

So etwas darf doch nicht auf Kosten von 6 Hektaren Fruchtfolgefläche geschehen. Vor einem Rund-um-die-Uhr-Betrieb mit Lärm, Licht, Verkehr, & Staub muss man Natur, Tiere und Menschen schützen.

Suresh Fuster

Sohn von Jürg Raths, Landschaftsgärtner

«Was ist nachhaltig am Ausbau des öffentlichen Verkehrs, wenn dafür die ökologisch wertvollsten Grünflächen überbaut werden?»

Hanna und Ernst Raths-Anderegg

Betroffene Landbesitzer in der Brach

«Die Brach war und ist unsere Heimat und verpflichtet uns, alles in unserer Macht stehende zu tun, um diese zu schützen. Eine unwiederbringliche Zerstörung wäre ein Frevel an Kulturland, Flora und Fauna!»

Romy & Kurt Germann

Betroffene Anwohner-Familie

"Wir haben bewusst einen Wohnsitz auf dem Land gewählt. Dass nun ausgerechnet eine schöne grüne Fläche wie hinter uns verbaut werden soll, können wir schlicht nicht nachvollziehen."

Kontakt für die Medien: N. Fritschi 079 308 19 29