Support aus Politik & Organisationen

 

Wir freuen uns über die Unterstützung aus allen Lagern. Die IG ist neutral und parteiunabhängig.

Marionna Schlatter.png

Marionna Schlatter

Nationalrätin, Grüne Schweiz

«Mit dem Brachland würde man der SBB-Anlage nicht einfach irgendeine Wiese opfern, sondern Landwirtschaftsland, grösstenteils Fruchtfolgefläche, mit Hochstamm-Obstbäumen, Hecken und einem Vorzeigehof der „Landwirtschaft mit Zukunft“. In Zeiten der Klimakrise und des Artensterbens darf und kann das nicht im öffentlichen Interesse sein.»

01 Erich Vontobel - EDU - Wolfhausen.jpg

Erich Vontobel, Kantonsrat EDU,

Wolfhausen

«Es muss sichergestellt werden, dass zuerst alle anderen Optionen geprüft werden. Auch die SBB optimiert in Sachen Finanzen bekanntlich laufend, was grundsätzlich nicht schlecht ist. Aber das kann auch heissen, dass sie zum Beispiel lokal nicht mehr gebrauchte Infrastruktur lieber versilbert, als sie für überregionale Bedürfnisse im Bahnbetrieb zu nutzen. Vor allem, wenn man irgendwo auf der grünen Wiese zu günstigen Konditionen eine willkommene Alternative findet.»

Thomas Illi_Wolfhausen.jpg

Thomas Illi, Präsident EVP Bubikon, Präsident EVP Bezirk Hinwil

«Die eingleisige  – und wegen des Moorschutzes nicht ausbaubare – SBB-Strecke zwischen Wetzikon und Bubikon ist durch den dichten Fahrplan extrem belastet. Es erscheint wenig sinnvoll, ausgerechnet in diesen Streckenabschnitt eine riesige Service- und Abstellanlage zu integrieren. Am geplanten Standort würde durch den Bau dieser Anlage wertvolles und landschaftlich reizvolles Kulturland zerstört. Durch den nächtlichen Betrieb würde zudem das nahegelegene Bubiker Siedlungsgebiet stark durch Lärmemissionen belastet.»

Foto_Biondo_Monica.jpg
RZ_FFW_Logo_Tricolor_RGB.jpg

Dr. Monica V. Biondo, Biologin, Leiterin Forschung und Naturschutz, Fondation Franz Weber

«Nicht nur die Naturschutz-organisationen, sondern auch das Bundesamt für Umwelt BAFU beklagt, dass unsere Landschaften immer mehr zerstückelt und zerschnitten werden, dass wichtige Wanderrouten für Wildtiere zerstört werden, was dazu führen kann, dass Tierbestände weiter schrumpfen und gebietsweise gar aussterben. Die SBB plant in einem wichtigen Wildtierwechsel, der an Moorlandschaften von nationaler Bedeutung und Naturschutzflächen angrenzt, eine Zugabstell- und Serviceanlage zu bauen und boykottiert auf diese Weise jedes Bestreben, unsere naturbelassenen Landschaften zu erhalten.»

Martin Kurt-3.jpg

Martin Kurt, Gemeinderat (FDP) Bubikon, Vorsteher Tiefbau und Werke

Trinkwasser unser wichtigstes Lebensmittel:

Mit der Anlage wäre die Aufhebung der Trinkwasserfassung Fuchsfühl in Bubikon auf sicher. Mit ihr können ca. 4’200 Bürger/innen mit qualitativem und einwandfreiem Trinkwasser versorgt werden. Aus der Erfahrung des Hitzesommers 2018 kann die Wasserversorgung auf dieses Trinkwasser nicht verzichten, denn auch beim Bezug von Wasser aus dem Zürichsee, über die Gruppenwasserversorgung Zürcher Oberland (GWVZO), sind bei der konzessionierten Optionsmenge Grenzen gesetzt. Darum ganz klar „STOP“ zum Eintrag in den Richtplan an diesem Standort.

Benjamin-Walder12786_rgb Kopie.jpg

Benjamin Walder

Kantonsrat, Grüne Kt. Zürich

«Muss es in Zeiten des Home-Office wirklich immer noch mehr Wachstum, immer noch mehr öV geben?»

Homberger_Max.jpg

Max Homberger, Wetzikon, ehem. Kantonsrat, Grüne Kt. Zürich

«Es geht nicht an, dass die volkseigenen SBB für ihre industrielle Expansion Landwirtschaftsland vernichten.»

Erich Engler.jpg

«Für die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Bubikon geht ein Naherholungsgebiet verloren. Die Auswirkungen der Anlage mit einem Nachtbetrieb von 01.00 bis 05.00 Uhr, der Licht, Lärm, Staub und Erschütterungen verursacht, sind eine zu hohe Belastung für die Natur und die Bewohner des Siedlungsgebietes. Ein so grosses Projekt ausserhalb der grösseren Agglomeration ist unverhältnismässig.»

Erich Engler, Senior Pastor

Grace Family Church Bubikon

Franziska_Weber_Abstellgleis Bubikon.jpg

Franziska Weber, Treuhänderin, aufgewachsen in Bubikon

«Für eine Enteignung braucht es ein öffentliches Interesse. Es gibt nichts, was von grösserem öffentlichen Interesse sein könnte als das, was die letzten Jahre auf dem Brachland geschehen ist, nämlich die Wiederherstellung eines gesunden Bodens in natürlichem Gleichgewicht für die Produktion von gesunden Lebensmitteln.»

«Sehr geehrte Behörden von Bubikon ZH
Sehr geehrte PolitikerInnen
Sehr geehrte ÖV-Planer

 

Die auf SRF1 Regional-diagonal gehörte Absicht der SBB, im Raum Zürcher Oberland auf fruchtbarem Boden ein riesiges neues Gleisfeld mit Hallen zu bauen, entbehrt jeder Vernunft.
Wenn der Kanton Zürich innert weniger Jahre mit einem Bevölkerungswachstum von 30% rechnet, ist bereits diese Aussicht eine Katastrophe - geschweige denn der parallel stark zunehmende Verkehr und der damit verbundene Verlust von Kulturland durch ungebremsten Wohnungsbau, Strassenbau etc.

Gleisanlagen sind tote Materie. Will man eine Beton-Wüste vom Bachtel bis Zürich? Fruchtbaren Boden oder Trinkwasser-Einzugsgebiete dafür zu opfern, ist skandalös. Die Schweiz kann sich bereits heute nur ca. zu 50% mit selber produzierten Lebensmitteln und Futtermitteln versorgen - unsere Abhängigkeit vom Ausland ist riesengross und wird durch derart Vorhaben noch grösser. Von der importierten Primärenergie ganz zu schweigen. Die Bevölkerungsexplosion macht uns nur noch abhängiger vom Ausland, und die gut gemeinten und teils erfolgreich umgesetzten Nachhaltigkeits-Bemühungen aller Art verpuffen gleich wieder.

Ich appelliere an die Politik - insbesondere an die Grünen und Links-Mitte, welche ja sonst immer für den Erhalt der Natur kämpfen. Und an die Bauern, welche Verständnis für die Scholle zeigen, weil sie direkt vom fruchtbaren Boden leben (neben Steuergeld-Direktzahlungen):  Masslosem Verlust von Kulturland ist dringend entgegenzuwirken. Wir sägen schon zu lange am Ast, auf dem wir sitzen (leben!). Es ist höchst widersprüchlich und naiv, jedem Wachstum der Bevölkerung Tür und Tor zu öffnen und gleichzeitig meinen, wirksamen Naturschutz betreiben zu können. Dies sollten Politik und alle Menschen endlich einsehen.

Noch etwas: Mit Enteignungen als letztem Mittel schürt der Staat nur WutbürgerInnen und soziale Spaltungen. Wollen Sie das wirklich?»

 

Ueli Krasser (Heimatort Zürich)
Dipl. Lebensmittel-Ing. ETH